Landschaftswerkstatt
Forstwirtschaft
Naherholung Naturlehrpfad Luttchensberg
Heinz-Sielmann-Stiftung Landwirtschaftsbetrieb Zinnitz - Groß Jehser GmbH & Co. KG
Schäferei Müller Motocross
Kultur- und Heimatverein Fürstlich Drehna

Ein Braunkohletagebau tilgt alle sozialen und infrastrukturellen Elemente von den Flächen, die er in Anspruch nimmt. So wurden in den Schlabendorfer Feldern die Ortschaften Stoßdorf und Tornow (Schlabendorf-Nord) sowie Pademagk, Gliechow, Stiebsdorf, Wanninchen und Presenchen (Schlabendorf-Süd) überbaggert, außerdem die Straßen, Fließe und alle gewachsenen räumlichen Strukturen der Landschaft.
Heute erinnern Straßennamen und gravierte Findlinge an die verschwundenen Dörfer, auf den Flächen selbst findet man dagegen keine Spuren - diese sind nur im Bewusstsein der Anwohner verankert. Man kennt die Lage der alten Orte, den Verlauf der Straßen und Fließe, und man findet sich in Landschaft zurecht, obwohl sich diese auch heute noch durch Sanierung und Sukzession rapide verändert.

Ein Grund dafür liegt darin, dass die Menschen der Region oftmals selbst "in der Kohle" bzw. in der Sanierung gearbeitet haben - sie haben also das Erscheinungsbild der Landschaft maßgeblich mit geprägt. Diese starke Beziehung der Leute zu ihrem Land hilft vielen Akteuren heute bei der Wiederaneignung der Flächen - sie können auf etwas zurückgreifen, sie agieren in ihrer Heimat. Andere dagegen lassen die Fremdheit und Egenart der Fläche auf sich wirken und nehmen gerade dies zum Anlass für eine Beschäftigung mit der Bergbaufolgelandschaft. Wieder andere sehen eine Chance für eine Nutzung der Flächen - und somit für eine wirtschaftliche Existenz auf "neuem Land".

Hier werden einzelne Nutzer der Flächen porträtiert - menschliche Besiedler und Pioniere, die mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Vorstellungen in die Bergbaufolgelandschaft kommen und sie nach ihren Zielen gestalten.

 

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