
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) spielt seit dem 1.1.1995 als Bergbauunternehmen und Projektträger bei der Entwicklung der Bergbaufolgelandschaften Ostdeutschlands eine Schlüsselrolle. Ihr oblag zunächst die gezielte Beendigung des nicht privatisierbaren Braunkohlenbergbaus, anschließend die Sanierung und Verwertung der stillgelegten Tagebaue und Veredlungsbetriebe. Ihre Aufgaben reichen vom Erstellen von Abschlussbetriebsplänen über den Sanierungsbergbau bis hin zur Planung, Vergabe und Abnahme der Bauleistungen - bis zum schließlichen Verkauf der Liegenschaften. Bei ihrer Arbeit ist die LMBV an die Maßstäbe des Bundesberggesetzes gebunden. Ziel ist demnach die Entlassung der ihr anvertrauten Flächen aus der Bergaufsicht.
Als ein Unternehmen der öffentlichen Hand befindet sich die LMBV im Besitz des Bundes, alleiniger Gesellschafter ist das Bundesministerium der Finanzen.
Die LMBV ist Eigentümerin umfangreicher Liegenschaften, die sie sukzessive veräußert. 2004 waren noch 50.000 ha Fläche in ihrem Bestand - Tagebaufolgeflächen, die als Naturschutz-, Forst- Landwirtschafts-, Freizeit- und Erholungsareale entwickelt werden, aber auch ehemals gewerblich bzw. industriell genutzte Liegenschaften.
Das geschilderte Aufgabenspektrum nimmt die LMBV auch bei den Schlabendorfer Feldern wahr. Ist ihre Arbeit erfolgreich, werden nach und nach andere Akteure auf den Flächen aktiv - als Folge der abgeschlossenen Sanierung. Das bedeutet, die LMBV schafft ihren eigenen Arbeitsgegenstand sukzessive selbst ab und entlässt Betriebsflächen in die Landschaft. Diese Arbeit soll hier in einzelnen Beiträgen dargestellt werden.

