Landschaftswerkstatt

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In der zweiten Phase der Landschaftswerkstatt, die Ende 2008 beginnt, sollen gemeinsam von Wissenschaftlern, Naturschützern, Anwohnern, Planern und Landnutzern bestimmte Themen in Workshops bearbeitet werden. Nachstehend finden sie eine Auflistung dieser Themen, die fortlaufend aktualisiert wird. Sobald von den Veranstaltungen Handouts oder Protokolle vorliegen, werden sie hier eingestellt.

Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen
Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen
Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen
Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder im November 2008 in Wanninchen

Eröffnung der Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder
Am 3. November 2008 wurde im Rahmen einer Sitzung des Arbeitskreises Schlabendorf/Seese unter dem Dach des Heinz Sielmann Naturparkzentrums in Wanninchen die Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder eröffnet.

Die Landschaftswerkstatt ist ein eigenständiges Teilprojekt im interdisziplinären Forschungsverbund SUBICON (Successional Change and Biodiversity Conservation), der unter der Federführung der BTU Cottbus in den letzten Jahren intensiv in Bergbaufolgelandschaften gearbeitet hat. Ein besonderer Fokus lag auf den Schlabendorfer Feldern in der brandenburgischen Niederlausitz. Die natürliche Besiedlung durch Pflanzen und Tiere wurde ebenso untersucht wie die soziale Neubesiedlung der Landschaft durch Naturschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus.
Mit der Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder tritt das Projekt in seine abschließende Phase. In der Werkstatt stehen offene Fragen an die Zukunft der Bergbaufolgelandschaft im Mittelpunkt. Wie lässt sich die besondere biologische Vielfalt mit einer nachhaltigen Landnutzungsstrategie in Einklang bringen? Welche Rolle spielt der Naturschutz für die Regionalentwicklung? Welche Spielräume gibt es für die Menschen der Region, ihre Landschaft als alte und neue Heimat zu begreifen? Zu diesen Fragen wird gemeinsam mit den Akteuren und Bewohnern der Region das Gespräch gesucht wird.

Zum Auftakt der Landschaftswerkstatt wurde unter reger Teilnahme der Öffentlichkeit eine Ausstellung eröffnet, in der die Besucher vieles über die Besiedler der Bergbaufolgelandschaft erfahren – über Menschen, Pflanzen und Tiere. Auf insgesamt elf Ausstellungssäulen wird die Arbeit der verschiedenen wissenschaftlichen Teilprojekte und die Praxis der wesentlichen Landnutzer in der Bergbaufolgelandschaft vorgestellt. Jede der Säulen beinhaltet eine „Wunderkammer“, in der ein besonderes Licht auf die wissenschaftliche Arbeit oder drängende sozioökonomische Fragen geworfen wird. In knappen Steckbriefen werden die natürlichen und sozialen Besiedler porträtiert. Eine Soundcollage führt an die akustische Welt der Bergbaufolgelandschaft heran. Plakatierte Zitate mit wesentlichen Statements zu Hoffnungen und Sorgen der Menschen in der Region bilden den Rahmen der Ausstellung, der zugleich einige der zu behandelnden Fragen absteckt. Ein großes Luftbild zeigt die Momentaufnahme einer Landschaft im Wandel.

Ausstellungsmaterialien
<<< Zitate (PDF 330 kb)
<<< Steckbriefe (PDF 4.200 kb)
<<< Plakate (PDF 6.700 kb)

In den folgenden Monaten wird eine Reihe von Workshops zu verschiedenen Aspekten der Bergbaufolgelandschaft stattfinden, über die nachfolgend informiert wird.

Workshop Thema Termin

Naturschutzfachliche Leitbilder für die BFL

Um große Bergbaufolgeflächen naturschutzfachlich optimal entwickeln zu können, sind Leitbilder erforderlich, die die zu treffenden Entscheidungen und Maßnahmen in eine langfristige Perspektive stellen und den „Anrainern“ der Naturschutzflächen eine verbindliche Perspektive geben.
Nur auf diese Weise sind auch die kulturlandschaftliche Inwertsetzung der Unterschutzstellung und eine Integration anderer Akteure möglich. Andererseits benötigt ein lokal agierender Naturschutz möglichst große Spielräume, um in der hochdynamischen Landschaft zwischen Sanierung, Wasseranstieg und sich ändernden Rahmenbedingungen, handeln und sich plötzlich ergebende Möglichkeiten flexibel nutzen zu können. Lässt sich zwischen diesen beiden unterschiedlichen Anforderungen ein Kompromiss finden, der naturschutzfachlichen Anforderungen gerecht wird und zugleich der Offenheit des Entwicklungsprozesses einer Bergbaufolgelandschaft Rechnung trägt?

Naturschutzworkshop zur Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder - Prof. Dr. Gerhard Wiegleb, Waninchen, 21.01.2009Naturschutzworkshop zur Landschaftswerkstatt Schlabendorfer Felder - Pausengespräche, Waninchen, 21.01.2009

21.01.2009

<<< Handout

<<< Protokoll

<<< Auswertung des IRS

Landwirtschaft und Sozioökonomie

Im Rahmen des Förderschwerpunktes BIOLOG werden verschiedene Instrumente der Implementierung ökologischer Kriterien in die Landwirtschaftliche Praxis vorgestellt und mit Praktikern diskutiert.

Workshop Landwirtschaft und SozioökonomieWorkshop Landwirtschaft und Sozioökonomie

18.03.2009

<<< Handout

<<< Auswertung des IRS

Ein „gelber Ordner“
für die
Bergbaufolgelandschaft?

Workshop zu forstlichen Perspektiven in
ehemaligen Tagebauen

Im Spannungsfeld von hoheitlichen Aufgaben und waldbaulichen Richtlinien müssen Forstleute in Bergbaufolgelandschaften komplizierte Prozesse der Waldbegründung und des Waldumbaus gestalten und betreuen. Weder die institutionellen noch die waldbaulichen Grundlagen scheinen optimal. Ackersterbe, vorläufige Besitzverhältnisse, wechselndes Grundwasserregime, mehrere Sanierungsschübe und ein hoher Verwertungsdruck der LMBV bilden für die Arbeit der Förster schwierige Rahmenbedingungen.

In Anbetracht der Tatsache, dass die forstliche Rekultivierung historisch und flächenmäßig einen besonders hohen Anteil an der Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften hat, wird eine Positionsbestimmung von Forstleuten, Waldbesitzern und Forstwissenschaftlern angestrebt, die eine Optimierung ihrer Arbeitsbedingungen in Bergbaufolgelandschaften zum Thema hat. Diese Positionsbestimmung soll durch die Teilnehmer selbst vorgenommen und abschließend in schriftlicher Form vorgelegt werden, so dass sie als Arbeitspapier in zukünftigen forstpolitischen und forstfachlichen Prozessen genutzt werden kann.

Workshop ForstwirtschaftWorkshop Forstwirtschaft

13. 05.2009


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Landschaftsbild und -erlebnis

Wie werden die Schlabendorfer Felder einmal aussehen? Werden sie ein ganz normaler Flecken Niederlausitz sein oder etwas Besonderes bleiben? Wird das Leitmotiv der IBA-Landschaftsinsel 6 "vorindustrielle Kultur - nachindustrielle Natur" dauerhaft erkennbar gestaltet? Werden die Schlabendorfer Felder Kern einer Naturparkregion oder ein Appendix des Spreewalds? Werden die Grenzen zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Forstwirtschaft hart oder weich sein? Welche Tier- und Pflanzenarten werden prägend sein? Wird man außer den Findlingen noch Supren der industriellen Zeit finden? Wird eine der Landnutzungsarten die anderen dominieren? Welches Landschaftsbild kann man sich vorstellen? Es sollen Skizzen, Zeichnungen, Fotomontagen und Installationen entstehen, die als Bausteine für die Gestaltung der regionalen Entwicklunsszenarien sowie der Abschlussausstellung genutzt werden.

Workshop Landschaftsbild und -erlebnis

15.07.2009

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Regionale Entwicklungsszenarien für die Schlabendorfer Felder

Für die künftige Entwicklung der Schlabendorfer Felder ist es erforderlich, sich über die vorhandenen kulturlandschaftlichen Entwicklungspotenziale, die bestehenden und zu erwartenden Rahmenbedingungen, die handlungsräumlichen Beziehungsgeflechte und die daraus resultierenden möglichen Entwicklungsoptionen zu verständigen. Im Rahmen der Landschaftswerkstatt soll dazu aus der Perspektive der Regionalentwicklung der Entwurf eines kulturlandschaftlichen Entwicklungsszenarios vorgestellt und mit den Akteuren aus der Region diskutiert werden.

Regionale Entwicklungsszenarien für die Schlabendorfer Felder

30.09.2009


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